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Graskarpfen angeln

05.07.2018 08:22 von Teamangler
Kategorie: Karpfenangeln

Graskarpfen angeln

Zu welcher Jahreszeit ist das Graskarpfen angeln erfolgversprechend?

Graskarpfen angeln - Wer Grasfische fangen möchte, der sollte die Sommermonate für einen gezielten Ansitz nutzen. Umso wärmer das Wasser wird, desto aktiver werden die Graser. Die asiatischen Fische benötigen einen hohen Sauerstoffgehalt im Wasser, um aktiv zu werden. In Flüssen ist durch die Strömung meist viel Sauerstoff im Wasser vorhanden, wodurch die Grasfische schneller in Fresslaune geraten, als in Stillgewässern. In Seen reicht warmes Wasser oftmals nicht alleine, um eine gute Bissquote erzielen zu können. Ein starker Sommerregen oder ein Wärmegewitter kann beispielsweise den Sauerstoffgehalt in Stillgewässern erhöhen und somit den Appetit der Graskarpfen steigern. Zudem sei gesagt, dass Graser Vegetarier sind und an einem Tag so viele Pflanzen Fressen können, wie sie selbst wiegen. Hierzu müssen die Fische allerdings sehr gute Wetter- und Wasserbedingungen vorfinden. Alles in allem sind die heißen Monate in Gewässern mit vielen Wasserpflanzen sehr gut zum Graskarpfen angeln geeignet.

Welche Gewässerbereiche sind zum Graskarpfen angeln interessant?

Graskarpfen angelnBevor man das Graskarpfen angeln ausübt, sollte man einen geeigneten Angelplatz auswählen. Die Hauptnahrung der Graser stellen Wasserpflanzen dar und davon können die Fische bei warmen Wasser nicht genug bekommen. Daher sollten wir nach einem Platz suchen, der für die Fische viel pflanzliche Nahrung bereithält. Dies können unter anderem Schilfgürtel oder Krautfelder sein. Zudem sollten diese Bereiche im Flachwasser liegen, denn oftmals fressen die Fische in nur einem Meter tiefen Wasser. Flachwasserzonen, die ganz langsam von einem auf zwei Meter abfallen und dabei von Pflanzen übersäht sind, rücken in unser Hauptaugenmerk. Hat man einen solchen Platz gefunden, so sind überhängende und versunkende Bäume ein weiteres gutes Indiz zum erfolgreichen Graskarpfen angeln. Unter bzw. im Gehölz finden die Grasfische bei heißen und sonnigen Wetter Schattenplätze vor, an denen sie sich gerne aufhalten. Dort kann man über den gesamten Tag mit Bissen rechnen.

Welche Köder eignen sich zum Angeln auf Graskarpfen?

Neben der Platzwahl ist die Köderwahl beim Graskarpfen angeln sehr wichtig. Die Grasfische sind zwar als Gärtner bekannt, aber ein Grashalm als Köder kommt eher nicht in Frage. Wie auch beim Angeln auf Schuppenkarpfen und Spiegelkarpfen sind Boilies ein erfolgversprechender Graskarpfenköder. Fruchtige Ananas Boilies mit einem starken Fruchtaroma, Fruchtstücken und süßem Fruchtnektar sprechen die Graskarpfen an. Zusätzlich kann der Boilieköder mit einem Dip in der gleichen Geschmacksrichtung beim Graskarpfen angeln versehen werden. Neben Geruch bzw. Geschmack ist auch die Farbe der Köder mitentscheidend. Hier sind gelbe bis neongelbe Boiliesorten sehr gut, die aufgrund ihrer Farbe schnell in das Hauptaugenmerk der Graser fallen. Schließlich angeln wir mitten im Kraut oder direkt an der Krautkante, so dass auffällige Köder schneller von den Grasfischen wahrgenommen werden. Daher können auch Pop Up Boilies den Unterschied ausmachen. Es empfiehlt sich auftreibende und sinkende Köder an verschiedenen Montagen auszuprobieren.

Welches Karpfentackle ist für Graskarpfen geeignet?

Beim Graskarpfen angeln sind je nach Gewässer Karpfenruten mit einer Testkurve von 2 bis 3lbs empfehlenswert. Eine gute Rutenaktion ist hier sehr wichtig, damit die harten Fluchten des Fisches sehr gut abgefedert werden und der Haken nicht ausschlitzt. Daher sollte auch das Bremssystem der Karpfenrolle sehr gut funktionieren, damit der Graskarpfen die nötige Schnur bei einer rasanten Flucht erhält. Beißt ein Graser, so lässt er sich in der Regel wie ein nasser Sack heranholen. Sobald der Fisch den Unterfangkescher sieht, explodiert er sozusagen und eine Wasserfontäne spritzt nach oben. Im Bruchteil einer Sekunde reißt der Graser sehr viel Angelschnur von der Rolle. Darauf sollte nicht nur der Angler im Vorhinein eingestellt sein, sondern auch das Tackle gilt es auf das Graskarpfen angeln abzustimmen. Der Karpfenkescher sollte zudem möglichst groß und stabil ausfallen. Liegt der Karpfen im Netz, so setzt er nochmals zu einer Flucht an, die es in sich hat. Ein minderwertiges Netz könnte in dem Fall reißen.

Gute Karpfenruten zum Graskarpfen angeln findet ihr hier: Karpfenruten

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