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Hechtvorfach

21.06.2018 09:01 von Teamangler
Kategorie: Hechtangeln

Hechtvorfach zum Spinnfischen & Deadbait Angeln

Warum sollte man ein Hechtvorfach verwenden?

Hechtvorfach - Ein Hecht hat viele und vor allem sehr scharfe Zähne, die teilweise schräg nach innen im Maul stehen. Mit diesen Zähnen kann der Raubfisch sowohl monofile als auch geflochtene Angelschnüre und Vorfachschnüre durchbeißen. Daher gilt es Schnüre zu verwenden, die gegen die scharfen Hechtzähne resistent sind. Hier gibt es unterschiedliche Schnurmaterialien, die als Hechtvorfach in Frage kommen. Dies sind unter anderem Stahlvorfächer, die es mit und ohne eine Kunststoffummantelung gibt. Stahlvorfächer bestehen in der Regel aus mehreren miteinander verflochtenen Stahlfäden. Weiterhin bieten sich Titanvorfächer an, die in der Regel aus einem Faden bestehen und ähnliche Eigenschaften wie Stahlvorfächer aufweisen. Es gibt aber auch dicke monofile Angelschnur, die sogenannte Hardmono, die als Vorfachmaterial zum Hechtangeln verwendet werden kann. Der Schnurdurchmesser liegt hier in etwa bei 0,60 bis 1,0mm dicke. Welche Hechtschnur zum Einsatz kommt, ist von der Angelmethode sowie von dem Köder und den Vorlieben des Anglers abhängig.

Gute Hechtvorfächer findet ihr hier: Hechtvorfach

Welche Merkmale weist ein Hechtvorfach zum Spinnfischen auf?

HechtvorfachZum Spinnfischen auf Hecht eignen sich sehr gut weiche Stahlvorfächer. Diese beeinträchtigen den Köderlauf nicht allzu stark, so dass Blinker, Spinner, Wobbler und Softbaits verführerisch geführt werden können. Ein solches Hechtvorfach weist in etwa eine Länge von 15 bis 20cm auf, was beim aktiven Hechtangeln in der Regel vollkommen ausreicht. Beißt der Hecht, so setzt der Spinnfischer umgehend den Anhieb, wodurch der Haken meist im vorderen Maulbereich des Räubers sitzt. Diese Spinnvorfächer besitzen Wirbel und Snaps, mit denen das Hechtvorfach an die Hauptschnur geknotet und ein Kunstköder montiert werden kann. Je nach Köderart und Ködergröße kann man auch ein Titanvorfach oder ein Hardmonovorfach zum Spinnangeln einsetzen. Fischt man mit großen Gummiködern, so sollte noch ein Stingerhaken am Köder montiert werden, der ebenfalls mit einem Hechtvorfach gebunden ist. Dieser wird meist am Bleikopf des Gummifisches fixiert.

Welche Merkmale weist ein Hechtsystem zum Naturköderangeln auf?

Das Deadbaitangeln auf Hecht kann sowohl mit Posenmontagen als auch mit Grundmontagen betrieben werden. Erfolgt ein Biss, so gibt man dem Hecht meist Schnur und lässt ihn den Köder fressen. Je nach Fressverhalten verschlingt der Räuber die Beute direkt oder er schwimmt erst umher. Daher sollte das Hechtvorfach ungefähr 50cm lang sein, denn es kann vorkommen, dass der Hecht den Köder schluckt und der Haken tief im Rachen des Räubers sitzt. Ist das Vorfach zu kurz, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Hechtzähne mit der Hauptschnur in Kontakt geraten und der Hecht die Schnur durchbeißt. Auch hier kann man wiederum Hechtsysteme aus Stahl, Titan oder Hardmono wählen. Je nach Größe des Köderfisches sollte man geeignete Drillingshaken und Einzelhaken an dem Hechtvorfach montieren. Es gibt fertige Naturködermontagen, wobei man sie auch mit etwas Übung selbst kreieren kann. Dadurch lassen sich Hakenanzahl, Hakengröße, Vorfachlänge und andere Details auf den Hechtköder abstimmen.

Wie bindet man eine Hechtmontage?

Ob Stahlvorfächer, Titanvorfächer oder Hardmonosysteme, all diese Materialien lassen sich nur sehr schlecht bis gar nicht knoten. Daher kommen hier kleine Klemmhülsen bzw. Quetschhülsen zum Einsatz. Diese kleinen Metallröhrchen gibt es in unterschiedlichen Durchmessern und Längen. Sie lassen sich auf das Vorfachmaterial schieben und anschließend mit einer Quetschhülsenzange fixieren. So kann man im Handumdrehen Drillinge, Einzelhaken, Wirbel und Snaps montieren. Beim Bau von einem Hechtvorfach mit Hülsen gilt es aber auf einiges zu achten, damit es später nicht zu Problemen kommt. Der Durchmesser der Klemmhülsen sollte nicht zu groß oder zu klein ausfallen, damit nach dem Quetschen ein guter Halt gewährleistet ist. Weiterhin sollte man die Klemmhülse nicht zu fest oder zu leicht mit der Zange anpressen. Dadurch kann das Vorfachmaterial beschädigt oder die Hülse zerquetscht werden, wodurch die Tragkraft sinkt und es zum Schnurbruch kommen kann.

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