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Karpfenangeln im Winter

08.02.2018 11:59 von Teamangler
Kategorie: Karpfenangeln

Karpfenangeln im Winter

Ist das Karpfenangeln im Winter erfolgversprechend?

Karpfenangeln im Winter - Sobald sich das Wasser im Frühjahr erwärmt, steigt der Nahrungsbedarf der Karpfen an. Das bedeutet aber nicht, dass das Karpfenangeln im Winter aussichtslos ist. Auch in den kalten Monaten nehmen die Karpfen Nahrung zu sich, um ihren Energiehaushalt wieder aufzufüllen. Allerdings sind die Zeitfenster, in denen die Karpfen fressen, geringer als zu wärmeren Jahreszeiten. Zudem halten sich die Fische punktuell in einem Gewässer auf und bewegen sich weniger. Trotzdem sind die Chancen auf einen Winterkarpfen jederzeit gegeben. Allerdings sollte man hierfür die Karpfenköder, die Futterstrategie sowie den Ablageort des Köders anpassen.

Welche Gewässer eignen sich zum Karpfenangeln im Winter?

Karpfenangeln im WinterZum Karpfenangeln im Winter eignen sich natürlich die Gewässer, die man während des gesamten Jahres befischt. Allerdings stehen an einigen Gewässertypen die Chancen besser, als an anderen. In relativ flachen Karpfenteichen und kleineren Karpfenseen kann man die Fische meist einfach ausmachen, da die Fläche nicht zu groß ausfällt, auf die sich die Fische verteilen können. Zudem sind diese Gewässer meistens vergleichsweise flach, wodurch die Karpfen keine Tiefenbereiche in der Mitte aufsuchen können. Hier stehen die Chancen beim Winterangeln auf Karpfen sehr gut. Ähnlich sieht es in Flüssen aus. Durch die Strömung sind die Fische viel in Bewegung, wodurch sie Energie verbrauchen und dementsprechend mehr Fressen müssen. Die Chancen auf einen Biss stehen gerade in beruhigten Flussbereichen, wie beispielsweise in Buhnenfeldern, gut. Schwieriger sieht es schon an großen Stauseen, Kiesgruben und Talsperren aus. Die Karpfen suchen sich meist bevorzugte Standplätze in tieferen Gewässerregionen auf.

Wie verhält es sich mit dem Anfüttern beim Karpfenangeln im Winter?

Die Futterstrategie ist beim Karpfenangeln im Winter sehr wichtig und sie kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Frei nach dem Motto "weniger ist mehr" sollte man mit dem Karpfenfutter umgehen. Die Karpfen benötigen nur wenig Nahrung, so dass sie mit großen Futtermengen schnell satt gefüttert sind. Daher reicht in der Regel eine Hand voll Boilies pro Karpfenköder aus, um einen guten Lockeffekt erzielen zu können. Zudem sollte der Streufaktor des Futters nicht groß ausfallen und punktuell an den einzelnen Montagen angefüttert werden. Als Futtermaterial dienen die Boilies, die auch als Hakenköder zum Einsatz kommen. Auf zusätzliche Partikel, wie beispielsweise Hartmais und Weizen, kann man beim Angeln auf Karpfen im Winter verzichten.

Welche Köder sind beim Karpfenangeln im Winter erfolgversprechend?

Die Wahl des Karpfenköders ist beim Karpfenangeln im Winter ein weiterer wichtiger Faktor. Dieser kann allerdings von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich sein. An vielen Gewässern lassen sich süße Boilies bei warmen Wasser einsetzen. Umso mehr die Wassertemperatur sinkt, desto größer kann die Geschmacksrichtung in fischartige Boiliesorten umgeändert werden. Beim Karpfenangeln im Winter stellen daher oftmals Fischboilies, Muschelboilies und Boilies mit Fleisch- sowie Leberextrakten einen guten Karpfenköder dar. Zudem sollten die Boilieköder einen hohen Anteil an Fischölen und weiteren Bestandteilen aufweisen, die für einen guten Lockeffekt sorgen. Die Boilies sollten ihr Aroma freisetzen und somit eine langanhaltende Lockwirkung entfalten können. Die Karpfen werden zu Feinschmeckern und suchen sich ihre Nahrung gezielt aus. Trotzdem gilt es in verschiedenen Gewässern zu experimentieren, bis man den passenden Boilie ausfindig gemacht hat.

Gute Boilies zum Karpfenangeln im Winter findet ihr hier: Boilies

Welche Montage ist beim Karpfenangeln im Winter sinnvoll?

Beim Karpfenangeln im Winter lassen sich sehr gut Selbsthakmontagen einsetzen. Diese können ähnlich gebaut werden, wie die Karpfenmontagen zu anderen Jahreszeiten. Der Unterschied liegt allerdings in dem Karpfenvorfach. Die Vorfachschnur sollte kürzer ausfallen und es reichen beim Winterangeln auf Karpfen Längen von zehn bis 15cm aus. Die Karpfen bewegen sich nicht mehr viel und haben somit keinen großen Spielraum, um die Köder zu testen und wieder auszuspucken. Das kurze Vorfach ermöglicht einen sehr guten Hakeffekt, wenn der Karpfen den Köder einsaugt.

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